Gartenübergabe

Bei der Übergabe des Vereinsgartens am 8. Juli 2000 hob Bürgermeister Hans Heinrich Köhlerschmidt besonders den Gemeinschaftsgeist und die einzigartige Einsatzbereitschaft der Mitglieder des OGV Walsdorf hervor, die es ermöglicht haben, eine derartige Einrichtung aus eigener Kraft zu schaffen. Bei einem Finanzierungsbedarf von ca. 8 000,- DM und mehr als 500 Helferstunden sicherlich keine Kleinigkeit. In seinem Grußwort lobte er den gelungenen Beitrag des Vereins im Zuge der Dorferneuerung und in Absprache mit der Direktion für ländliche Entwicklung zur Gestaltung des innerörtlichen Grünzuges um das Brünnla. Er bekräftigte den Willen der Gemeinde, die Gemeindegärten Zug um Zug nach dem Vorbild des Gartenbauvereins umzugestalten.

Ursprüngliche Planungen

Im Jubiläumsjahr ist der Plan der Gemeinde bis zur Brücke am Schlossgarten weitgehend verwirklicht worden. Eine Umsetzung des Entwurfs der Gemeinschaftsgartenanlage von Herrn Döppmann von der DLE Bamberg, der eine Neuaufteilung der Gärten und im Zentrum eine öffentliche Sitzgruppe mit Gemeinschaftsbrunnen, vier großkronigen Apfelbäumen und drei weiteren Geräteschuppen  vorsah, scheiterte in einer Versammlung aller Gartenpächter, zu der die Gemeinde eingeladen hatte. So wurde die bisherige Einteilung beibehalten, nur die Umzäunung  an den Umwelttagen neu gestaltet, ein weiterer Geräteschuppen gebaut  und die Zugänge zur Aurach und zum Mühlbach von den Gemeindearbeitern durch Treppenstufen gesichert.

Umsetzung der Gestaltung

Als 1998 die Pächter Fiedler und Dietz ihre Gärten abgaben, bestand für den Verein die Möglichkeit eine hinreichend große Gartenparzelle im „Gemeindelaub“ zu pachten, um eine beispielhafte Umgestaltung der Gemeindegärten anzustoßen. Ein besonderes Ärgernis bereiteten die  desolaten Einzäunungen, die Überflutungssperren aus Eternitplatten und Blechteilen sowie einige Verschläge zur Aufbewahrung von Gartengeräten. Unter Beratung von Landschaftsarchitekt Marc Goosens und mit planerischer Unterstützung unseres Mitglieds Architekt Rainer Bauernschmitt wurden Entwürfe für Zaun und Geräteschuppen erstellt. Die Gestaltung der Zaunpfosten wurde von Reinhard Marr ausgeführt, der erste Geräteschuppen unter der Leitung von Zimmermeister Wolfgang Hümmer und Schreinermeister Andreas Knauer gebaut. Helfer bei der Gestaltung des Vereinsgartens waren  Dr. Karl-Heinz Betz, Robert Büdel, Georgine und Manfred Häfel, Leo Hofmann,  Rosa und Bernhard Knoblachlach, Andrea Köhlerschmidt, Toni Luft, Michael Mack, Adolf, Reinhard und Arthur Marr, Jürgen Posselt, Hermann Saalberg, Fritz Steuer, Peter Stöcklein, Patrik Stubenrauch, Johann Walter und Peter Zwirner.

Historie

Ältestes Kartenmaterial von 1848 wies die Fläche zwischen Aurach und Mühlbach als Besitz der Adelsfamilie von Crailsheim aus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging diese Fläche in Gemeindebesitz über. Zur Zeit der Vereinsgründung im Jahr 1913 war der Teil bis zum Mittelweg bereits Gartenland, der hintere Wiese. Vor dem II. Weltkrieg konnten ortsansässige Familien eine Gartenparzelle für 3 Reichsmark pro Jahr pachten, um Gemüse anzubauen.  Nach dem Krieg wurden einige Parzellen von Flüchtlingsfamilien übernommen und die Gärten dehnten sich über die Einmündung des Mühlbaches hinaus bis zum Friedhof aus.

Im Jubiläumsjahr sind nicht alle der insgesamt 45 Gemeindegärten bewirtschaftet. Wir können aus unserer Erfahrung den Walsdorfer Bürgern nur raten, dieses einmalig günstige Gartenland anzunehmen. Freie Gärten sind bei der Gemeindeverwaltung zu erfahren. Bilder: Vereinsgarten im Jubiläumsjahr

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